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Der Amerikaner Daniel H. Pink, bekannt als visionärer Denker und Sachbuchautor, ist davon überzeugt, dass das Wissenszeitalter bereits wieder seinem Ende entgegen dämmert und vom Konzeptionszeitalter abgelöst wird. In dieser kreativen Zukunft seien allenthalben Menschen mit einem gut entwickelten Rechtshirnpotenzial gefragt, denn die Zukunft werde den kreativen, einfühlsamen Menschen gehören.
Über ein neues Zeitalter: Kreativität und Wissen

Laut Pink gilt das auch und ganz besonders für die Wirtschaft. Er empfiehlt Unternehmern, ihr Geschäftsmodell an drei einfachen Fragen zu überprüfen:

1. Kann jemand im Ausland es billiger machen?
2. Kann ein Computer das schneller erledigen?
3. Wird das, was ich anbiete, im Zeitalter des Überflusses nachgefragt?

Werden die ersten beiden Fragen bejaht und die dritte verneint, gebe es ein Problem. Hightech sei nicht mehr genug. Das zeige sich an den drei Begriffen Überfluss, Asien und Automatisierung. In Zukunft werde es darum gehen, nicht-materielle, transzendente Wünsche eines reichen Zeitalters zu befriedigen.

Kundenprobleme erkennen und lösen

Das hört sich etwas abgehoben an, aber im Grunde genommen bedeutet es nichts anderes als dass wir uns nicht damit zufrieden geben dürfen, technisch und qualitativ einwandfreie Produkte herzustellen, sondern wir müssen unseren Kunden ganzheitliche Problemlösungen anbieten. Dazu müssen wir sie verstehen. Wir werden laut Pink nur Erfolg haben, wenn wir Zusammenhänge begreifen, das Gesamtbild sehen und in unserem Denken Grenzen überschreiten. Im Zentrum des Gesamtbildes steht der Mensch, der unsere Produkte kauft. Robert Lutz, Top-Manager bei General Motors wurde gefragt, wie sich sein Vorgehen von dem seiner Vorgänger unterscheide. Er antwortete: „Mehr rechtes Hirn... Für mich sind wir im Kunstbusiness. Kunst, Entertainment und mobile Skulptur, die zufällig gleichzeitig für den Transport sorgen.“

Querdenken und Grenzen überschreiten

In Zukunft sind laut Pink nicht mehr so sehr glänzende Abschlüsse in Wirtschaftswissenschaften und viel Wissen in der Tiefe nötig, sondern die „sechs Sinne“ oder „High-Concept- und High-Touch-Fähigkeiten“, wie er es nennt: Design, Erzählkunst, Symphonie, Empathie, Spiel und Sinn. In seinem Buch erklärt er alle sechs Sinne, auch an Beispielen aus der Wirtschaft und gibt Tipps, wie sich die in Zukunft geforderten Fähigkeiten weiterentwickeln lassen. Ein guter Anfang ist, in Zukunft nicht mehr zu fragen „Warum?“, sondern „Warum nicht?“

Querdenker und Grenzüberschreiter, so Pink, seien schon heute für viele Innovationen und Problemlösungen verantwortlich. Oft sei der Blickwinkel wichtiger als das Fachwissen.

Unsere kreative Zukunft, Daniel H. Pink, Riemann Verlag, ISBN 978-3-570-50097-2, € 19

geschrieben am 17.05.2010 um 11:49 Uhr.